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Arbeiterlieder

Brüder zur Sonne zur Freiheit

Brüder zur Sonne zur Freiheit

Deutscher Text: Hermann Scherchen
Melodie: russische Volksweise


Brüder, zur Sonne, zur Freiheit, Brüder zum Lichte empor.
Hell aus dem dunklen Vergangnen leuchtet die Zukunft hervor.

Seht nur den Zug der Millionen endlos aus Nächtigem Quillt,
bis eurer Sehnsucht Verlangen Himmel und Nacht überschwillt.

Brüder, in eins nun die Hände, Brüder das Sterben verlacht:
Ewig der Sklaverei ein Ende, heilig die letzte Schlacht.

Arbeiter von Wien

Arbeiter von Wien

1 Wir sind das Bauvolk der kommenden Welt,
wir sind der Sämann, die Saat und das Feld.
Wir sind die Schnitter der kommenden Mahd,
wir sind die Zukunft und wir sind die Tat.

Refrain
So flieg, du flammende, du rote Fahne,
voran dem Wege, den wir ziehn.
Wir sind der Zukunft getreue Kämpfer,
wir sind die Arbeiter von Wien.

2 Herrn der Fabriken, ihr Herren der Welt,
endlich wird eure Herrschaft gefällt.
Wir, die Armee, die die Zukunft erschafft,
sprengen der Fesseln engende Haft.

Refrain

3 Wie auch die Lüge uns schmähend umkreist,
alles besiegend erhebt sich der Geist.
Kerker und Eisen zerbricht seine Macht,
wenn wir uns rüsten zur letzten Schlacht.

Refrain (2x)

Avanti Popolo

Avanti Popolo

Avanti popolo, alla riscossa,
bandiera rossa, bandiera rossa.
Avanti popolo, alla riscossa,
bandiera rossa trionfera.

Bandiera rossa trionfera,
bandiera rossa trionfera,
bandiera rossa trionfera.
Evviva socialismo e liberta.

Voran, du Arbeitsvolk, du darfst nicht weichen,
die rote Fahne, das ist dein Zeichen!
Voran mit frischem Mut auf neuen Bahnen,
die roten Fahnen wehn dir voran!

Blutrote Fahnen grüßt das Sonnenlicht,
blutrote Fahnen rufen zum Gericht!
Blutrote Fahnen werden Sieger sein,
sie tragen neue Hoffnung in die Welt hinein.


Im Schacht, im Werkstattsaal, wo jeder schaffe,
die rote Fahne sei eure Waffe!
Der Zukunft reiches Glück, ihr könnt es ahnen,
die roten Fahnen wehn euch voran!

Blutrote Fahnen grüßt...

Es wird die neue Zeit den Haß bezwingen,
die rote Fahne wird Frieden bringen.
Zu freien Menschen formt sie Untertanen,
die roten Fahnen wehn euch voran!

Blutrote Fahnen grüßt...

Die Internationale

Die Internationale

Deutscher Text: Emil Luckhardt
Musik: Pierre Degeyter



Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
die stets man noch zum Hungern zwingt.
Das Recht wie Glut im Kraterherde
nun mit Macht zum Durchbruch dringt!
Reinen Tisch macht mit den Bedrängern!
Heer der Sklaven wache auf!
Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger,
alles zu werden, strömt zuhauf!

Völker hört die Signale! Auf, zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!
Völker hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!


Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun.
Uns aus dem Elend zu erlösen,
können wir nur selber tun!
Leeres Wort: des Armen Rechte,
leeres Wort: des Reichen Pflicht!
Unmündig nennt man uns und Knechte,
duldet die Schmach nun länger nicht!

Völker hört die Signale! Auf, zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!
Völker hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!


In Stadt und Land ihr Arbeitsleute,
wir sind die stärkste der Partei’n,
die Müßiggänger schiebt beiseite,
diese Welt muss unser sein!
Unser Blut sei nicht länger mehr der Raben
und der mächt’gen Geier Fraß,
erst wenn wir sie vertrieben haben,
dann scheint die Sonn’ ohn’ Unterlass!

Völker hört die Signale! Auf, zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!
Völker hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!

Solidaritätslied

Solidaritätslied

Dieses Lied wurde für den ersten und einzigen Film Bert Brechts „Kuhle Wampe“ geschrieben. Dieser erste proletarische Film in Deutschland wurde 1931 – nach großen Widerständen – uraufgeführt und schildert das Problem der Arbeitslosigkeit. Der ursprüngliche Text für den Film wurde 1949 vor Bert Brecht überarbeitet. Das Lied ruft auf zur Solidarität der Arbeiter im Kampf gegen Verelendung und Ausbeutung.


Vorwärts, und nicht vergessen,
worin uns´re Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen,
vorwärts, nie vergessen, die Solidarität!


Auf, ihr Völker dieser Erde, einigt euch in diesem Sinn.
Dass sie jetzt die eure werde und die große Näherin.

Vorwärts, und nicht …

Schwarzer, Weißer, Brauner, Gelber! Endet ihre Schlächtereien!
Reden erst die Völker selber, werden sie schnell einig sein.

Vorwärts, und nicht …

Wollen wir es schnell erreichen, brauchen wir noch dich und dich.
Wer im Stich lässt seinesgleichen, lässt ja nur sich selbst im Stich.

Vorwärts, und nicht …

Uns´re Herrn, wer sie auch seien, sehen uns´re Zwietracht gern.
Denn solang sie uns entzweien, bleiben sie doch uns´re Herrn.

Vorwärts, und nicht …

Proletarier aller Länder, einigt euch und ihr seid frei!
Eure großen Regimenter brechen jede Tyrannei!

Vorwärts, und nie vergessen
Und die Frage konkret gestellt.
Beim Hungern und beim Essen:
Wessen Morgen ist der Morgen? Wessen Welt ist die Welt?
 

Streikpostenlied

Streikpostenlied

Morgens früh um sieben stehen wir im kalten Wind
und warten auf die Schweine die nichr solidarisch sind
auf die, die nichts kapieren
und immer noch parieren.

Die ham die Bundesbahn verschleudert, die telekom dazu
ganz einfach weil sie pleite sind, der nächste der bist du!
Die sind nicht mehr solvent;
drum heißt es : "Zahl, fauler Student!"

Und solls ein ganzes Jahr uns kosten,
wir stehen auf dem Posten.
Im Westen und im Osten
Streik, Streik, Streik!


Wir lassen uns jetzt nicht mehr unsere Zukunft ruinieren,
um Eurofighter, Euro und Berlin zu finanziern.
Wenn ihr so weiter macht,
dann Deutschland: "Gute Nacht!"

Und solls ein ganzes Jahr uns kosten,
wir stehen auf dem Posten.
Im Westen und im Osten
Streik, Streik, Streik!


Morgens früh um sieben stehen wir im kalten Wind
und warten auf die Schweine die nichr solidarisch sind
und wenn wir hier überwintern,
ihr kriegt Feuer unterm Hintern.

Und solls ein ganzes Jahr uns kosten,
wir stehen auf dem Posten.
Im Westen und im Osten
Streik, Streik, Streik!
Streik, Streik, Streik!

Was wollen wir trinken

Was wollen wir trinken

Was wollen wir trinken sieben Tage lang ?
Was wollen wir trinken, so ein Durst.
Es wird genug für alle sein.
Wir trinken zusammen,
roll das Fass mal rein.
Wir trinken zusammen, nicht allein.

Dann wollen wir schaffen sieben Tage lang.
Dann wollen wir schaffen, komm fass an.
Und das wird keine Plackerei.
Wir schaffen zusammen, sieben Tage lang.
Wir schaffen zusammen, nicht allein.

Jetzt müssen wir streiten, keiner weiß wie lang,
ja, für ein Lebenohne Zwang.
Dann kriegt der Frust uns nicht mehr klein.
Wir halten zusammen keiner kämpft allein.
Wir gehen zusammen,nicht allein.

Dann wollen wir trinken sieben Tage lang ?
Dann wollen wir trinken, so ein Durst.
Es wird genug für alle sein.
Wir trinken zusammen,
roll das Fass mal rein.
Wir trinken zusammen, nicht allein.

 
 

 
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